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Superkompensation

Unter Superkompensation versteht man eine durch richtig gewählte Trainingsbelastungen und anschließende Regeneration hervorgerufene Leistungssteigerung.

Prinzip

Das Prinzip der Superkompensation besteht darin, dass der Körper nach einer Trainingsbelastung nicht nur die Bereitschaft zur Erbringung des gleichen Leistungsniveaus wiederherstellt, sondern im Verlaufe der Erholung die Leistungsfähigkeit über das ursprüngliche Niveau hinaus steigert und über einen bestimmten Zeitraum auf diesem Niveau hält (vgl. Abbildung).


Wird dieses höhere Leistungsniveau jeweils für die neue Trainingseinheit genutzt, kommt es zu einer fortwährenden Leistungssteigerung. Ist die Regenerationsphase zwischen Trainingsbelastungen zu groß, geht der Trainingseffekt wieder verloren. Wird hingegen zu viel oder/und zu intensiv trainiert, hat der Körper nicht genügend Zeit zur Regeneration und das Leistungsniveau sinkt ab (Übertraining).

Jedoch ist zu bemerken, dass sich die Organsysteme in der Dauer der Anpassung unterscheiden. Das Ausgangsniveau von Kreatinphosphat wird bereits nach 3 Minuten, das von Muskelglykogen erst nach mehreren Tagen erreicht. Die Regeneration der am Muskelkontraktionsvorgang beteiligten Eiweiße kann sogar mehrere Wochen andauern. Voraussetzung hierfür ist in jedem Falle eine ausreichende Zufuhr von qualitativ hochwertigem Eiweiß.

Nur durch richtige Abstimmung der u.g. Parameter (incl. Ausgangszustand), vor allem die richtige Bestimmung der Regenerationsphasen, ist es möglich, die Leistungsfähigkeit zu steigern, die Leistungssteigerung zu optimieren und Übertraining zu vermeiden.

Training nach dem Prinzip der Superkompensation.

Dem Prinzip der Superkompensation folgend ist festzulegen:

  • die Gestaltung des Trainings (Methoden, z. B. Intervall-Training, Dauermethode)
  • die richtige Art, Dauer, Dichte und Intensität der Trainingsreize
  • die Bemessung der Regenerationsphasen und die Gestaltung der Regenerationsphasen in Bezug auf
  • die Intensität/Art der Regeneration (aktiv/passiv)
  • die fortwährende Regeneration während des Trainings
  • die frühe Phase der Regeneration (ca. 6 Stunden nach Belastung)
  • die nachwirkende Regeneration (bis zu einer Woche nach Belastung)
  • die späte Phase der Regeneration.

Diese Art der Gestaltung des Trainings resultiert in Trainingszyklen unterschiedlicher Länge, die aufeinander abzustimmen sind.

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